Ev. luth. Kirchengemeinde zu Bergedorf

Henrike Schäfer - Kantorin der Gemeinde

 Henrike Schäfer wurde 1959 geboren und studierte von 1978-1985 Schul- und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Nach abgeschlossenem Referendariat ging sie als Kirchenmusikerin an die Klosterkirche in Ebstorf bei Uelzen.
Seit 1989 ist sie Kirchenmusikerin an St. Michael zu Bergedorf in Hamburg. Unter ihrer Leitung werden zahlreiche Gottesdienste musikalisch ausgestaltet und Konzerte aufgeführt.
Musikalische Gottesdienste, Chorfreizeiten und Konzerte führt sie gerne mit anderen Kolleginnen und Kollegen und deren Chören gemeinsam und durch und ist offen für projektbezogene Veranstaltungen. Ideen, Impulse und Anregungen schöpft sie aus zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen und instrumentalen Studien bei renomierten Musikerpersönlichkeiten.
Von 2005 bis 2015 sang sie Sopran als Mitglied der „Kantoristen“.

Von 2008 bis 2010 war sie Mitglied des Hamburger Vokalensembles (VE) unter der Leitung von Prof. Klaus Vetter.
Z.Z. singt sie als Sopransolistin in verschiedenen Konzerten.

 

Marlies Körner - Stimmbildnerin der Kantorei St.Michael

Die Kantorei St. Michael kooperiert mit der Stimmbildnerin Marlies Körner.
Wer über die chorische Stimmbildung hinaus etwas für sich und seine Stimme tun möchte, hat die Möglichkeit, in Kleingruppen seine Stimme zu bilden und das Gelernte im Chorsingen umzusetzen.
Informationen erteilen Kirchenmusikerin Henrike Schäfer, Tel. 0176 56886966 und
Marlies Körner, Tel. 040/18200397
http://www.marlies-koerner.de

Einige Definitionen zu Modalen Skalen

... Oder „dorisch“ -was ist das eigentlich ?

Modale Skalen sind ausgewählte diatonische Tonleitern. Frage: Was ist eine Diatonische Tonleiter ?

Antwort: eine Folge von 7 Tönen, die innerhalb einer Oktave liegen, wobei jeweils zwei aufeinander folgende stehen in Halb- oder Ganztonabstand zueinander stehen.

Daraus folgt rein rechnerisch: Sie hat fünf Ganzton und zwei Halbtonabstände.
(Anm.: Es gibt 21 Möglichkeiten, solche Leitern zu bilden, wahrscheinlich sind nicht alle musikalisch relevant. Ein paar aber schon …) Beispiele: 

  • „klassisches“ (hier C-)Dur, etwa die Tonfolge C-> D-> E-> F-> G-> A -> H (-> C)
     (das sind die „weißen Tasten“ auf der Klaviatur) mit den Halbtonschritten E->F und H->C

  • natürliches Moll, etwa A -> H -> C -> D -> E -> F -> (G -> A) mit denselben Halbtonschritten, aber an anderen Stellen, und deshalb klingt es auch ganz anders

Achtung:
Natürliches Moll bitte nicht verwechseln mit harmonischem Moll A -> H -> C -> D -> E -> F -> Gis -> A (Stichwort: „Leittonspannung in Moll-Kadenz“). Letzteres ist keine diatonische Leiter im Sinne obiger Definition, da Abstand F -> Gis = drei Halbtöne (hier übermäßige Sekunde)

Mehr…

Was fällt auf ?

Zu gegebener Dur-Tonleiter gibt es ausgehend von jedem ihrer Stammtöne eine diatonische Leiter. Einige dieser Leitern haben aufgrund ihrer kirchenmusikalischen Bedeutung besondere Namen

Dorisch: D -> E -> F -> G -> A -> H -> C ( -> D ) (eigentlich „d-dorisch“, basierend auf
 der zweiten Stufe der C-Dur-Tonleiter)

Phrygisch: E -> F -> G -> A -> H -> C -> D ( -> E ) („e-phrygisch, … dritte Stufe …)

Lydisch:F -> G -> A -> H -> C -> D -> E ( -> F ) (F-lydisch, … vierte Stufe … )

Mixolydisch: G -> A -> H -> C -> D -> E -> F ( -> G ) (G-mixolydisch, … fünfte Stufe …)


 Ihren charakteristischen Klang erhalten diese Skalen durch

  1. „Durig-„ bzw. „Molligkeit“

  • Dur -> erster und dritter Ton haben voneinander den Abstand zweier Ganztöne
     (große Terz)

  • Moll -> … dreier Halbtöne (kleine Terz)

  1. Die Lage der Halbtonschritte. In diesem Zusammenhang spricht man von„dorischer Sexte“ -> groß in der molligen dorischen Leiter, klein im natürlichen Moll

  • „phrygischer Sekunde“ -> klein in der molligen phrygischen Leiter, groß im n. Moll

  • „lydische Quarte“ -> übermäßig in der durigen lydischen Leiter, rein im Dur

  • „mixolydische Septime“ -> klein in der durigen mixolydischen Leiter, groß im Dur


Erweiterung des Systems

In jüngerer Zeit hat man den klassischen klassischen Skalen auch griechische Namen verpasst:

  • Dur -> ionisch (… erste Stufe ….)

  • Natürliches Moll -> äolisch ( … sechste Stufe …)

Die Jazzmusik hat außerdem die diatonische Skala ab H entdeckt -> lokrisch ( … siebte Stufe)
Das Ungewöhnliche daran: die Quinte (H -> F) ist nicht rein, sondern vermindert.
 Vermutlich spielt sie deshalb in der sog. „klassischen“ (alle Epochen umfassende „ernste“ ) Musik keine große Rolle.

Gibt es diese Leitern nur auf weißen Tasten ?

Nein – es gibt ja nicht nur C-Dur, sondern elf weitere Dur-Tonleitern; jede kann Rahmen für ein Set von modalen Skalen sein. Entsprechend müssen diese modalen Skalen mit den zugehörigen Vorzeichen versehen werden.

Beispiele 

  • g-dorisch hat dieselben Vorzeichen wie die Dur-Tonleiter, in der g zweite Stufe ist,

  • H-lydisch … in der h vierte Stufe ist

  • d-äolisch … in der d sechste Stufe ist

(und welche sind das ? ;-))

Zum Weiterforschen 

Henrike hat die plagalen Kirchentonarten erwähnt.
Mir sind in diesem Zusammenhang die Begriffe „hypodorisch“, „hypophrygisch“, etc.
 über den Weg gelaufen.

Zu diesem Thema gibt es ein m.E. sehr gutes Video auf YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=uy43_X6BWzE

Karin hat Fernsehsendungen von Leonard Bernstein erwähnt, einige davon sind auch auf
 YouTube zu finden (-> Suchstring „Young People’s Concert“) .

Speziell zu unserem Thema vgl. https://www.youtube.com/watch?v=x0rUDj1UrO8
 (Originalsprache, aber gut verständlich)



Weniger…

Jahreslosung 2021

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!                    

Lukas 6,36